Schusterplatte

Reizvolle Überschreitung in den Sextner Dolomiten

Schusterplatte (2957m)

Samstag, 21. September 2019

Interessante Überschreitung der Schusterplatte aus dem Innerfeldtal von der Dreischusterhütte über die Schusterlahn. Bis auf vereinzelte, leichte Kletterstellen (max I) und kurzen gerölligen Querungen ist mit keinerlei Schwierigkeiten zu rechnen. Man befindet sich aber im Aufstieg größtenteils auf einem Geröllfeld und wird hier dem potentiellen Nachahmer durchaus ein gewisses Durchhaltevermögen abgefordert.

Wir starten frühmorgens am Parkplatz im Bereich des Antoniusteins auf rund 1.500 Metern im Innerfeldtal. Die Dreischusterhütte ist von hier über die Straße, oder auch über einen Wanderweg in knapp einer halben Stunde erreicht. Direkt hinter der Hütte, bei einer alten Wäscheleine folgen wir einem kleinen, aber gut erkennbaren Steig direkt in den Wald. Der Weg führt in Folge durch Latschen in das große Kar der Schusterlahn empor, welche es für knapp 1000 Höhenmeter zu durchsteigen gilt.

Es finden sich in der Schusterlahn zwar immer wieder Steigspuren und oft kann auch durchaus von einem Weglein sprechen, aber man muss sich bewusst sein, dass es man einen Geröllkessel hochsteigt und dies durchaus recht mühsam werden kann. Auf rund 2.600 Metern endet die Schusterlahn und betritt man ein riesiges Plateau. Hier öffnet sich der Blick nach Westen und auch die Drei Zinnen im Süden sind erstmals zu sehen. In dieser wilden Felsarena kann man auch schon den weiteren Aufstieg durch das nächste Geröllkar erkennen. Auch hier wechseln wieder Steigspuren mit gerölligen, mühsamen Abschnitten ab.

Je höher man steigt, desto schöner werden die Ausblicke auf die umliegenden Dolomitengipfel, insbesondere auf die Drei Zinnen. Nach gut 150 Höhenmetern Aufstieg beginnen einige Querungen westlich der Weißlahnspitze, die zwar recht geröllig sind, aber nie schwierig oder gefährlich erscheinen. Auf den letzten Metern auf den Gipfel der Schusterplatte warten noch einige kurze, aber sehr leichte Kletterstellen die unsere Vorfreude auf den Gipfel nicht bremsen können.

Vom relativ flachen Gipfel der Schusterplatte hat man einen wunderbaren Rundumblick auf nahe wie ferne Gipfel. So können wir beispielsweise auch die Skrlatica in den Julischen Alpen eindeutig erkennen.

Der Abstieg erfolgt über den südseitigen Normalweg, der zwar nicht offiziell markiert wird, aber aufgrund der häufigen Begehungen breit ausgetreten und immer klar erkennbar ist. Um uns den Abstieg durch den Innichbacher Graben zu ersparen, queren wir zum Toblinger Knoten und steigen den vielbegangenen Dolomiten Höhenweg Nr. 5 wieder zur Dreischusterhütte ab.

GPS Track

Gesamtstrecke: 16436 m
Maximale Höhe: 2953 m
Minimale Höhe: 1544 m
Gesamtanstieg: 1509 m
Gesamtabstieg: -1477 m
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